Tot.

Sie sind mausetot.

Stimmung und Motivation in der Entwicklungsabteilung.

Vergiftet vom Mitarbeiter, der erst vor kurzem angefangen hatte.

Er leistet ganze Arbeit und verstreut sein Gift äußerst wirksam. Jeden Tag aufs Neue.

Toxische Mitarbeiter vergiften Ihre Unternehmenskultur – jeden Tag

Kennen Sie die Situation:

Stimmung und Klima im Unternehmen sind schlechter geworden.

Mitarbeiter gehen nicht mehr die „Extrameile“ und wirken frustriert und demotiviert.

Energie und Leistungsbereitschaft werden aus den Adern der Mitarbeiter gesogen wie von einem Vampir.

Sogar Kunden, Zulieferer und andere Geschäftspartner spüren die veränderte Stimmung.

Einige Mitarbeiter zeigen offen ihre Unzufriedenheit und sprechen das Thema an. Andere äußern sich nicht oder nur unter Kollegen.

Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass toxische Mitarbeiter schuld sein könnten?

Toxische Mitarbeiter

Was sind eigentlich toxische Mitarbeiter?

Toxische Mitarbeiter sind Personen, die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz erzeugen UND ihr Verhalten auch auf andere  übertragen.

Sie stecken andere mit ihrem giftigen und schädigenden Verhalten an.

Sie sind wahre Energie-Vampire und ziehen Freude und Leben aus den Adern der anderen.

Toxische Personen demotivieren, frustrieren oder schaden ihren Kollegen – bewusst oder unbewusst.

Allerdings sollten Sie vorsichtig sein und nicht jede „schwierige“ Person im Unternehmen als toxisch bezeichnen.

Einzelgänger, sehr introvertierte oder extrovertierte Mitarbeiter oder Personen mit ausgeprägter eigener Meinung, sind nicht automatisch toxisch.

 

Warum toxische Mitarbeiter Gift für jedes Unternehmen sind

Wir kümmern uns intensiv um High Potentials und Leistungsträger. Mit Talent Management Aktivitäten binden wir wichtige Talente an das Unternehmen.

Dabei geraten leider viel zu oft Mitarbeiter aus dem Fokus, die dem Unternehmen Probleme bereiten und hohe Kosten verursachen – die sogenannten „toxischen“ Mitarbeiter.

Sie sind häufig dafür verantwortlich, dass Klima und Kultur im Unternehmen spürbar negativ beeinträchtigt wird.

Die Folgen:

Einige Mitarbeiter können das vergiftete Arbeitsumfeld nicht mehr ertragen und kündigen.

Andere wollen zwar nicht kündigen, aber sie hören auf, sich zu engagieren. Ihre Leistungskurve fällt steil nach unten.

Arbeit nach Vorschrift.

Innere Kündigung.

Das kostet Ihr Unternehmen Geld, viel Geld:

  • Verlust von wichtigen Kenntnissen und Fähigkeiten
  • Ersatzeinstellungen
  • Niedrigere Arbeitsleistung
  • Verringerung der Produktivität
  • Geringere Effektivität
  • Weniger Verbesserungsvorschläge
  • Negatives Unternehmensimage

Das Schlimmste aber ist, toxische Mitarbeiter lieben Gesellschaft. Sie lieben es, andere auf ihre dunkle Seite zu ziehen.

Sie werden andere infizieren – wie ein Virus.

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Erkennen und adressieren Sie toxische Mitarbeiter, bevor Ihre besten und wichtigsten Talente das Weite suchen!

Toxische Mitarbeiter erkennen

Wenn Sie die Mitarbeiterbindung stärken wollen, müssen Sie toxische Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen früh erkennen und adressieren.

Denn Ihre Unternehmenskultur definiert sich über Mitarbeiterverhalten und –beziehungen. Giftiges Verhalten Einzelner hat großen Einfluss auf Kultur und Atmosphäre in Ihrem Unternehmen.

Deshalb zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie toxisches Verhalten nicht tolerieren.

 

Wie Sie toxische Mitarbeiter erkennen

Seien Sie vorsichtig und verfallen Sie nicht dem verlockenden Ruf der Stereotypen!

Nicht jedes nachfolgend beschriebene Verhalten bedeutet auch, dass es auf jeden Fall von einem toxischen Mitarbeiter stammt.

Beobachten Sie, ob es sich regelmäßig wiederholt. Ob es auch von anderen wahrgenommen wird. Ob sich andere über das Verhalten beschweren.

Bestimmte toxische Verhaltensweisen kann man gut zu Typen zusammenfassen.

Diese Typen unterscheiden sich teils gravierend, doch alle haben zwei Dinge gemein:  Sie vergiften die Stimmung in Ihrem Unternehmen nachhaltig und vergraulen auf Dauer Ihre besten und wichtigsten Mitarbeiter.

Folgende toxische Verhaltensweisen kommen in fast jedem Unternehmen vor.

Toxikologie-Typen
(das Verhaltenskabinett des Schreckens und wie Sie am besten darauf reagieren):

  1.          Der Negative
  2.          Der Unzufriedene
  3.          Der Kuckuck
  4.          Der Klatschreporter
  5.          Der Ja-Sager
  6.          Der Aufschieber
  7.          Der Zuhausebleiber
  8.          Der Narzisst
  9.          Der Alleswisser

Toxische Mitarbeiter - Der Negative

1. Der Negative

“Unser Chef lädt uns zu Kaffee und Kuchen ein? Er will bestimmt, dass wir wieder Überstunden machen.”

„Hast Du schon vom großen neuen Auftrag gehört? Sicher profitieren davon nur wieder die da oben.“

Der Negative sieht in allem nur das Schlechte.

Das Glas ist stets halb leer oder bereits komplett ausgetrunken.

Mit seiner negativen Einstellung zu Unternehmen, Job und Arbeitsumfeld zermürbt und demotiviert er Kollegen schnell.

Ihre Reaktion

Sprechen Sie mit den „negativen“ Mitarbeitern. Machen sie ihnen bewusst, wie ihr Verhalten bei Ihnen und bei den Kollegen ankommt.

Finden Sie heraus, ob die ständigen negativen Äußerungen vielleicht Symptome für eine Erkrankung wie beispielsweise Depression sein können.

Nur im konstruktiven, direkten Gespräch werden Sie die Gründe erfahren, warum Mitarbeiter sich ständig negativ äußern.

Spiegeln Sie den Personen ihr eigenes Verhalten und machen Sie deutlich, dass eine Verhaltensänderung notwendig ist.

Bleiben Sie anschließend im Kontakt mit den Personen.

 

Toxische Mitarbeiter - Der Unzufriedene

2. Der Unzufriedene

Mal ist das Büro zu heiß, mal zu kalt. Mal ist es zu laut, mal ist es zu ruhig. Die fünf Tage Urlaub waren wieder viel zu kurz und das neue Projekt hätte auch interessanter sein können.

Der Unzufriedene scheint immer etwas zu haben, worüber gemeckert werden kann.

Dabei – und das ist bezeichnend – es sind grundsätzlich die anderen schuld.

Ihre Reaktion

Sprechen Sie mit den Personen. Und zwar direkt, nicht über Umwege.

Finden Sie heraus, warum sie offenbar mit der aktuellen Situation unzufrieden sind.

Gibt es Dinge, die Sie für die Verbesserung von Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld tun können?

Oder gibt es Dinge, die die Betroffenen selbst tun können?

Manchmal hilft bereits, einmal ungestört über bestimmte Themen zu sprechen.

Vermeiden Sie aber, sich zu rechtfertigen oder Ihr Gegenüber nicht ernst zu nehmen.

Beschweren sich Mitarbeiter ständig nur um ihrer selbst willen und gehen Ihre Lösungsversuche ins Leere, dann sollten Sie auch vor einer Trennung nicht zurückschrecken.

 

Toxische Mitarbeiter - Der Kuckuck

3. Der Kuckuck

Dieser toxische Mitarbeitertyp legt sich gern ins gemachte Nest oder schmückt sich mit fremden Federn.

Durchaus umtriebig und in vielen Projekten und Arbeitsgruppen dabei, lässt er vorrangig andere arbeiten und steuert selbst wenig eigene Leistung und Ideen dazu.

Das Besondere:  hinterher beansprucht er Anerkennung für seinen Beitrag zum Erfolg, obwohl er so gut wie nichts beigetragen hat.

Oder noch schlimmer, er gibt die Ideen anderer als seine eigenen aus.

Ihre Reaktion

Den Kuckuck habe ich oft in Unternehmen beobachtet und er frisst den Restvorrat an Motivation im Team sehr schnell auf.

Daher ist es wichtig, dieses Verhalten schnell zu erkennen und abzustellen.

Spiegeln Sie den Personen ihr eigenes Verhalten. Machen Sie deutlich, wie demotivierend und ernüchternd es auf andere wirkt.

Vielleicht erhalten Personen mit diesem toxischen Verhalten ja an anderer Stelle nicht genügend Aufmerksamkeit oder Wertschätzung?

Zeigen Sie auf, wie wertvoll die größere Beteiligung an Projekten für alle wäre. Wie sehr alle Kenntnisse und Fähigkeiten benötigt werden.

Machen Sie deutlich, dass alle Mitglieder eines Teams oder Projekts für den Erfolg wichtig sind. Und dass alle auch ihren Anteil am Erfolg erhalten sollten.

Toxische Mitarbeiter - Der Klatschreporter

4. Der Klatschreporter

Offene Kommunikation ist wichtig und ein elementarer Bestandteil einer positiven Unternehmenskultur.

Was aber, wenn immer weniger gearbeitet und immer mehr getratscht wird?

Klatschreporter plaudern wann und wo sie dazu die Gelegenheit finden. Am Arbeitsplatz, in der Kantine, Cafeteria und auf den Fluren.

Zu toxischen Mitarbeitern werden sie dann, wenn ihr ständiger Tratsch die eigene Arbeitsleistung deutlich verringert oder zu geringerer Produktivität und Motivation im Team führt.

Außerdem setzen Klatschreporter sehr gerne Gerüchte und Halbwahrheiten in die Welt – ein weiterer Garant für Unzufriedenheit und schlechte Stimmung im Team.

Ihre Reaktion

Sorgen Sie dafür, dass offene Kommunikation in Ihrem Bereich oder Ihrer Abteilung gelebt wird. Sie ist sehr wichtig für ein gutes Betriebsklima.

Geben Sie Ihren Mitarbeitern genügend Zeit, vor, während und nach der Arbeit ausreichend miteinander sprechen zu können.

Machen Sie aber gleichzeitig deutlich, dass offene Kommunikation und Klatsch und Tratsch völlig verschiedene Dinge sind.

Wenn einzelne Mitarbeiter andere durch Tratsch von der Arbeit abhalten oder gar Gerüchte und Halbwahrheiten in die Welt setzen, sollten Sie diesem Verhalten klar den Riegel vorschieben.

Fehlverhalten zu dulden heißt, Fehlverhalten nicht ernst zu nehmen.

Und das kann Sie im Zweifel einige Ihrer wichtigsten Mitarbeiter kosten.

Toxische Mitarbeiter - Der Ja-Sager

5. Der Ja-Sager

Hiermit sind Personen gemeint, die schnell zustimmen, ihre eigene Meinung lieber zurückhalten und kein Interesse an Diskussion oder konstruktiver Auseinandersetzung haben.

Für dieses Verhalten kann es viele Gründe geben und Mitarbeiter mit diesem Verhalten sind nicht per-se toxisch.

Vielleicht gehen sie den Weg des geringsten Widerstands, weil sie mit bestimmten Dingen unzufrieden sind. Vielleicht sind sie auch überfordert oder wissen nicht, wie sie die ganze Arbeit erledigen sollen. Oder sie sind eher introvertiert und gehen Diskussionen grundsätzlich lieber aus dem Weg.

Toxisch werden sie, wenn sie

  • selten oder nie eigene Ideen und Vorschläge einbringen und sich hinterher darüber beschweren
  • auch den Dingen zustimmen, mit denen sie überhaupt nicht einverstanden sind und diese anschließend negativ kommentieren
  • kein Interesse an der Arbeit mit anderen haben
  • hinterher die Arbeit anderer schlecht machen oder sabotieren

Ihre Reaktion

Konflikte aus dem Weg zu gehen, schnell „Ja“ zu sagen und sich mit eigenen Idee und Vorschlägen zurückzuhalten, kann ein Symptom für fehlende Mitarbeiterbindung sein.

Mitarbeiter zeigen oft dieses Verhalten, wenn sie sich wenig oder gar nicht emotional an Job oder Unternehmen gebunden fühlen. Wenn Sie mit Dingen unzufrieden ist. Vielleicht sogar schon innerlich gekündigt haben.

Vielleicht haben die Mitarbeiter auch eine ungesunde Work-Life-Balance oder kämpfen mit zu hoher Arbeitsbelastung.

Auch hier, Sie haben es sicher schon geahnt, sollten Sie persönlich und direkt mit den Betroffenen sprechen. Finden Sie heraus, warum sie dieses Verhalten zeigen.

Vielleicht war ihnen dieses Verhalten gar nicht persönlich bewusst.

Machen Sie deutlich, dass Sie dieses Verhalten nicht dulden. Bieten Sie Hilfe an und fassen Sie regelmäßig nach.

Wenn keine Verhaltensänderung erkennbar ist, wählen Sie andere Möglichkeiten. Das kann durchaus die Trennung sein.

 

Toxische Mitarbeiter - Der Aufschieber

6. Der Aufschieber

Was ich heut´ nicht muss besorgen, das verschieb´ ich gern auf übermorgen.

Dieser toxische Mitarbeiter-Typ ist ein Meister darin, Dinge auf den Sankt-Nimmerleinstag zu verschieben.

Er wird sehr häufig abgelenkt und unterbricht die Arbeit ständig.

Dadurch wird die Arbeit spät oder gar nicht erledigt.

Sehr zum Leidwesen der Kollegen oder Mitarbeiter. Sie leiden unter dem Nichterreichen von Zielen oder Nichteinhalten von Fristen. Und oft müssen sie die Arbeit zusätzlich erledigen.

Ihre Reaktion

Im digitalen Zeitalter werden wir alle schnell abgelenkt.

Wenn die Arbeit allerdings ständig unterbrochen oder nicht erledigt und aufgeschoben wird, müssen Sie eingreifen.

Setzen Sie klare Ziele und Fristen zusammen mit Ihren Mitarbeitern. Achten Sie auf herausfordernde aber machbare Aufgaben.

Erkennen Sie Leistung und gute Ergebnisse an.

Finden Sie heraus, welche Gründe es für die Nichteinhaltung von Zielen und Vorgaben gibt. Sind es zu viel Arbeit oder fehlende Kenntnisse und Fähigkeiten?

Machen Sie deutlich, dass Sie eine Verschleppung von wichtigen Aufgaben nicht akzeptieren. Zeigen Sie die Folgen für Abteilung, Bereich und Unternehmen auf.

Erklären Sie, wie Kollegen unter Mehr- und Zusatzarbeit leiden.

 

Toxische Mitarbeiter - Der Zuhausebleiber

7. Der Zuhausebleiber

Mal ist es ein Freitag, mal ein Montag, mal sind es beide Tage zusammen.

Erkältung, Grippaler Infekt oder Unwohlsein. Magen-Darm wird auch sehr gern genommen. Es gibt immer Gründe, nicht im Unternehmen zu erscheinen.

Und wenn man mal im Unternehmen ist, auch die tägliche Arbeit muss nicht übertrieben werden. Getreu dem Motto „Last in – First out“ wird die Flexibilität der Arbeitszeit aufs Äußerste ausgereizt.

Der Zuhausebleiber sorgt mit seinem Verhalten dafür, dass Kollegen zusätzliche Arbeit verrichten müssen. Oder, dass Arbeit nicht erledigt wird und liegen bleibt.

Ihre Reaktion

Zunächst einmal ist hier Vorsicht geboten.

Krankheiten kommen vor. Bei einigen Mitarbeitern seltener, bei anderen häufiger. Krankheitsbedingte Abwesenheit ist kein automatisches Zeichen für toxische Mitarbeiter.

Beobachten Sie das Verhalten über einen längeren Zeitraum und – ganz wichtig – finden Sie die Ursachen heraus.

Vielleicht wird der Mitarbeiter ja regelmäßig gemobbt und bleibt deshalb oft zuhause und minimiert die Anwesenheit im Unternehmen.

Vielleicht ist er überfordert mit den Aufgaben und Verantwortungen und möchte es nicht offen ansprechen.

Auch hier empfehle ich, sprechen Sie mit dem Mitarbeiter. Sagen Sie ihm, was Sie sehen. Fragen Sie, welche Gründe es aus seiner Sicht gibt.

Bieten Sie Hilfe an, das Problem zu lösen.

Machen Sie aber auch deutlich, dass Sie ein Verhalten mit negativen Auswirkungen auf Kollegen und Unternehmen nicht akzeptieren werden.

 

Toxische Mitarbeiter - Der Selbstverliebte

8. Der Selbstverliebte

Diese toxischen Mitarbeiter-Typen ziehen es vor, alleine statt im Team oder zusammen mit anderen zu arbeiten.

Me, myself and I – die Welt dreht sich nur um sie.

Personen mit narzisstischem Verhalten sind selten offen für fremde Hilfe. Sie gestehen eigene Fehler nicht ein und geben nur ungern Verantwortung ab.

Im Team haben Sie Schwierigkeiten, mit anderen zu kooperieren und sich abzustimmen.

Oft, und das macht die Sache schwierig, gehören sie gleichzeitig zu den leistungsfähigsten Mitarbeitern. Sehr oft sind sie auch Führungskräfte.

Ihre Reaktion

Die Arbeit in Teams wird immer wichtiger. Der gemeinsame fachliche Austausch unter Kollegen – vor allem zwischen Abteilungen und Bereichen – ist heutzutage unverzichtbar.

Komplexe Herausforderungen können nur gemeinsam im Team gelöst werden.

Narzisstische Mitarbeiter sehen das oft anders. Sie sind sich sicher, die wichtigen Herausforderungen vor allem alleine lösen zu können.

Narzisstischen Führungskräften wird es schwer fallen, Aufgaben und Verantwortung an ihre Mitarbeiter zu delegieren.

Das führt zu Frust, Unzufriedenheit, Demotivation und oft zu Arbeit nach Vorschrift.

Aus diesem Grund sorgen Sie dafür, dass Teamerfolge gefeiert und anerkannt werden. Fördern Sie Gruppen- und Projektarbeit. Zeigen Sie, dass Leistungen und Erfolge jedes einzelnen Teammitglieds wichtig für das Unternehmen sind.

Wichtig:  Versuchen Sie bereits in den Einstellungsgesprächen herauszufinden, ob Kandidaten eine narzisstische Verhaltensstörung aufweisen.

Beobachten Sie, wie sich Kandidaten gegenüber anderen Personen vor, während und nach den Einstellungsgesprächen verhalten. Gehen sie aktiv auf andere zu? Nutzen sie Gelegenheit zum Smalltalk? Sind sie an anderen Personen interessiert?

 

Toxische Mitarbeiter - Der Alleswisser

9. Der Alleswisser

Er weiß alles (besser).

Andere Meinungen und Ideen zu akzeptieren sind nicht so sein Ding.

Richtig zuhören fällt auch oft schwer, denn er hat ja bereits eine Antwort parat.

Aber Vorsicht, natürlich gibt es Personen, die über ein enormes Wissen verfügen. Das heißt noch nicht, dass sie auch toxisch sind.

Ihr Verhalten ist dann toxisch und schädlich für das Unternehmen, wenn sie:

  • andere Standpunkte nicht akzeptieren
  • resistent gegen Feedback sind
  • keine Notwendigkeit für die eigene Weiterentwicklung sehen (obwohl es notwendig wäre)
  • andere Ideen und Lösungen sabotieren oder untergraben
  • ihr Wissen nur für den eigenen Vorteil nutzen
  • nur glauben, alles (besser) zu wissen

Ihre Reaktion

Beim Alleswisser (und Alleskönner) ist der Grat zwischen Nutzen und Schaden für Ihr Unternehmen schmal.

Natürlich sind Mitarbeiter wichtig, die über ein breites und tiefes Spektrum an Wissen, Kenntnissen und Fähigkeiten verfügen.

Ist das der Fall, dann versuchen Sie die Personen davon zu überzeugen, ihr wertvolles Wissen mit anderen zu teilen.

Vielleicht können sie die Rolle eines Paten oder Mentoren übernehmen und andere bei der Weiterentwicklung unterstützen.

Ideal wäre es, das Wissen dieser Personen auch bereichs- oder funktionsübergreifend zu nutzen.

Zeigen Sie auf, wie wichtig diese Personen für den weiteren Erfolg des Unternehmens sind – wenn ihr Wissen auch für andere zugänglich ist.

Sollten die Personen allerdings Wissen und eigene Kenntnisse und Fähigkeiten nachweislich überschätzen, dann geben Sie ihnen dieses Feedback.

Unterstützen Sie dabei, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln.

 

HOCH-TOXISCH UND GESCHÄFTSSCHÄDIGEND

Natürlich gibt es noch weiteres Verhalten, das nicht nur toxisch sondern HOCHTOXISCH und sogar GESCHÄFTSSCHÄDIGEND ist.

Hierzu zählt zum Beispiel

  • Diebstahl
  • Betrug
  • Sexuelle Belästigung
  • Mobbing
  • Körperliche Gewalt

In diesen Fällen sollten Sie nicht zögern und das Problem schnell lösen.

Zumindest eine Abmahnung, in der Regel doch eher die Kündigung bzw. Trennung sind hier angebrachte Reaktionen.

Toxische Mitarbeiter - Problemloesung

Zusammenfassung: Problemlösung

1. Persönliches Gespräch führen und Feedback geben

Oft gibt es Lösungen für Probleme mit toxischen Mitarbeitern, wenn Sie das entsprechende Verhalten erkennen und mit der nötigen Wichtigkeit behandeln.

Sprechen Sie immer zuerst persönlich mit den Personen. Geben Sie direktes aber wertschätzendes und konstruktives Feedback und finden Sie die Gründe für das Verhalten heraus.

Ihre erste Priorität sollte sein, das toxische Verhalten abzustellen und gleichzeitig den Mitarbeiter zu behalten.

Oft sind sich Personen ihres eigenen Verhaltens und der Wirkung auf andere nicht bewusst.

Sie sind dankbar für das Feedback und werden ihr Verhalten ändern.

Aber:  Verhalten ändert sich nicht von heute auf morgen, es braucht Zeit. Bleiben Sie also dran.

2. Hilfe und Unterstützung anbieten

Bieten Sie den Personen Hilfe und Unterstützung an.

Zeigen Sie auf, welche Verhaltensänderung notwendig ist und finden Sie – wenn möglich – gemeinsam Wege und Möglichkeiten.

Achten Sie darauf, ob Ihre Botschaften auch wirklich ankommen.

3. Konsequenzen deutlich machen

Machen Sie die Konsequenzen deutlich, sollte sich das Verhalten nicht ändern.

Der Mitarbeiter könnte das gewohnte Arbeitsumfeld verlieren oder nicht mehr in bestimmten Projekten arbeiten.

Das könnte auch den Verlust von bestimmten Vorteilen bzw.  Annehmlichkeiten bedeuten.

Oder, im schlimmsten Fall, erfolgt die Trennung und der Mitarbeiter verliert den Arbeitsplatz.

4. Akzeptieren, dass einige sich nicht ändern

Irgendwann sollte auch Ihre Geduld ein Ende haben und sie müssen akzeptieren, dass sich einige Personen nie ändern werden.

Damit ist nicht gemeint, dass Sie aufgeben und das toxische Verhalten weiter zulassen.

Vielmehr bedeutet diese Erkenntnis, Sie müssen nun drastischere Maßnahmen einleiten – zum Beispiel Versetzung oder Trennung.

5. Schriftlich dokumentieren

Da toxisches Verhalten durchaus zu arbeitsrechtlichen Maßnahmen wie Ermahnung, Abmahnung oder Kündigung führen kann, sollten Sie sämtliche Aktivitäten schriftlich dokumentieren.

Im Zweifel müssen Sie nachweisen, ob Sie wirklich alles versucht haben, das toxische Verhalten abzustellen.

 

Meine langjährige praktische Erfahrung als Führungskraft, Personalleiter und Berater hat mir deutlich gemacht, wie hoch der Einfluss von toxischem Verhalten auf Mitarbeiterbindung ist.

Nehmen Sie toxisches Verhalten von Mitarbeitern ernst und lösen Sie dieses Problem, bevor Ihre besten und wichtigsten Mitarbeiter genervt und demotiviert das Weite suchen!

Auf Ihren Erfolg!

Ihr Frank Thieme
Experte für Mitarbeiterbindung und leidenschaftlicher Personaler

 

Natürlich bin ich sehr an Ihren Erfahrungen mit toxischen Mitarbeitern interessiert. Schreiben Sie doch einen Kommentar:

  • Welches toxische Verhalten haben Sie beobachtet?
  • Hatte es Einfluss auf Motivation und Engagement von Kollegen?
  • Wie haben Sie das Problem gelöst?
  • Welche Vorgehensweisen waren besonders wirksam?

 

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